Plastikfreier Luschnouar Markt

Aus der Ideenwerkstatt: Einkaufen ohne Plastik ... Beim Fest der Baukultur hat Uli Böker vom Sackamt in Ottensheim erzählt. Mit Stofftaschen, die den Marktbesuchern zur Verfügung gestellt werden, wurde der Wochenmarkt plastikfrei.

Tuoscht mit: Wir waren sofort angetan von der Idee und wollen unseren Markt-Besuchern auch eine Bottartäscho ohne Plastik anbieten. Ungenutzte Stofftaschen werden entgegengenommen. Alles was brauchbar ist – in allen Farben und Formen, bedruckt und unbedruckt, alt oder neu. Diese Taschen werden erstmal gewaschen, dann in Zusammenarbeit mit dem W*ORT und dem Druckwerk nett bedruckt und dann jedermann zur Verfügung gestellt. Jeden Donnerstag und Samstag zur Marktzeit können nun gewaschene Taschen entnommen und gebrauchte, schmutzige Taschen wieder in unsere Waschmaschine eingeworfen werden. Schaut euch einmal das Projekt „Plastiktaschen RAUS – Stofftaschen REIN“ im Großen Walsertal an. Eine super Sache!

Die Stofftaschen wurden mittlerweile bedruckt und am 21. April im Rahmen des Mobilmarktes das Sackamt offiziell eröffnet.

Jeden Donnerstag und Samstag ist das Sackamt am Markt. Bringt uns eure alten Taschen mit, im Tausch gegen bedruckte, neue Stofftaschen.

Verordnungen im Gemeindeblatt

Aus der Ideenwerkstatt: Die Verordnungen im Gemeindeblatt ist oft unlesbares Juristenchinesisch. Einige kurze Sätze sollten doch ausreichen. Wenn es denn sein muss, können die Paragraphen usw. in einer Fußnote erwähnt werden.

Tuoscht mit: Danke für den Hinweis, wir werden zukünftig versuchen die Verordnungen entsprechend leserfreundlich zu gestalten.

Drucken? klimaneutral

Aus der Ideenwerkstatt: Klimaneutrales Drucken bedeutet, dass alle CO2-Emissionen, die beim Druckvorgang selbst und bei der Herstellung der benötigten Ressourcen (Papier, Energie, Farbe, etc.) entstehen, berechnet, ausgewiesen und durch Klimaschutz-Zertifikate ausgeglichen werden. Die angefallenen Emissionen werden durch Investitionen in Klimaschutzprojekte bestmöglich ausgeglichen. Klimaneutral drucken kostet kaum mehr und bringt einiges für unser Klima. Einfach bei der Druckerei Ihres Vertrauens nachfragen.

Tuoscht mit Gute Idee! :-) Lustenau ist in Sachen umweltfreundlich drucken schon vorbildlich unterwegs. Die Marktgemeinde Lustenau lässt seit einigen Jahren alle Publikationen in der BuLu Lustenau klimaneutral drucken. Und es stimmt, die Mehrkosten sind gering.

Leerstand aktivieren

Aus der Ideenwerkstatt: In vielen Gemeinden und größeren Städten ist zu beobachten, dass zunehmend Lokale und Geschäfte schließen und auch geschlossen bleiben. Vielerorts wird die Leerstandsproblematik diskutiert, auch mit Lösungsversuchen, z.B. Förderungen oder Gemeinden, die als Makler auftreten. In Lustenau fällt mir auf, dass viele alte Häuser Wohnanlagen weichen müssen oder Grundstücke von privaten Wohnbauträgern verbaut werden. Ich finde "Ein guter Rat" eine gute Sache, gibt es vielleicht schon Erfolge?

Tuoscht mit: Diese Idee hat's geschafft und ja, auch schon Erfolge zu melden. Leerstand ist tatsächlich ein ständiges und schwieriges Thema der Siedlungsentwicklung, ein Patentrezept ist noch nicht gefunden. Vor allem der Mangel an Daten stellt Städte und Gemeinden vor Probleme. Wie viel Wohnraum und Geschäftslokale stehen leer oder sind mindergenutzt und vor allem, warum stehen sie leer? Lustenau begegnet dem Leerstand gleich auf mehreren Ebenen. Einerseits hat Architektin Julia Kick hat im Auftrag der Gemeinde den Leerstand erhoben und liefert in dem Buch „Geisterhäuser“ hilfreiche aktuelle Zahlen, Daten und Fakten. Als Antwort auf diese Analyse mit dem guten Rat ein praktischer Weg gefunden, Besitzer leerstehender Häuser und Geschäftslokale zu motivieren, ihren wertvollen Wohnraum zu aktivieren. Ein Netzwerk aus Architekten, Rechtsberatern und Baufachleiten bietet nun eine kostenlose Erstberatung, die über anfängliche Hürden helfen soll. Und wir hatten die Idee von der Besichtigungsreihe „Ein guter Rat vor Ort“, die sehr gut ankommt. Regelmäßig werden Vorzeigeprojekte für ein paar Stunden zugänglich gemacht, Interessierte kommen auf direktem Weg ins Gespräch mit Fachleuten und Bauleuten, die bereits erfolgreich saniert haben. Erfahrungen über Althaussanierungen können unkompliziert direkt untereinander ausgetauscht werden. Die Bilanz nach den ersten vier Monaten: Obwohl das Geisterbuch bereits vergriffen ist, erreichen Julia Kick laufend Anfragen zur Präsentation, aktuell stellt sie es auf Leerstandskonferenz 2017 vor. Auch in die Bestandsaktivierung kommt Bewegung: Ein Dutzend Personen haben sich mit einem konkreten Projekt im Bauamt gemeldet, die Beratungsgespräche laufen mit alle Interessenten. Drei Objekte sind mittlerweile vermietet, eine Stickerei ist bereits mit einem Netzwerkpartner in der Vorplanung für eine Revitalisierung, zwei weitere Objekte ebenfalls in Vorgesprächen für eine Planung. Daneben gibt es das Projekt „Sicheres Vermieten“ des Landes bei dem Lustenau auch mitmacht. Es soll ebenfalls zur Vermietung von Wohnungen motivieren. Als Anreiz bietet man Eigentümern z.B. eine Ausfallshaftung bei Mietschulen und Wohnungsschäden. Mehr Infos auf www.lustenau.at/einguterrat oder frag bei Bernhard Kathrein im Bauamt.